Pressemitteilungen

Hamburg, 19. April 2013

Siehe auch: "Gerüchte über Benzinrationierungen", die tageszeitung, 17. April 2013

Wir sagen:

"Endlich darf die Polizei Hamburg auch Steuergelder einsparen"

Die Polizei Hamburg muss zum ersten Mal auch tatsächlich "sparen". Während andere Behörden bereits seit den 90er Jahren in diversen Sparrunden erheblich in die Substanz gehen mußten (Justizbehörde, Arbeit + Soziales und andere), konnte sich die Polizei als Rückgrat jeder ordentlichen Machtpolitik mit Taschenspielertricks oder per se vor dem Sparen drücken.

Wir Kritischen PolizistInnen wissen wie hilflos und (zum Teil) dusselig damit von den sog. Führungskräften derzeit umgegangen wird. Sie können es nicht anders. Viele von ihnen brauchten alleine Monate (!), um die Dimension - jedenfalls im Ungefähren - überhaupt zu kapieren.

Was aber viel bedeutsamer für Interessierte aus Politik und veröffentlichter Meinung trotz des Aufheulens der Funktionäre (= Lobbyisten) aus den Polizeigewerkschaften ist:

Die der Polizei Hamburg endlich abgenötigten Sparleistungen kann sie aufbringen. Ohne relevante Effizienzverluste!

Im taz-Artikel vom 17.04.2013 wird von "120 hochrangigen Beamten" gesprochen, die wie Falschgeld herumlaufen: es handelt sich um rund 100 Stellen, die nach A 12 dotiert sind (ungefähr 4.000,00 Euro netto im Monat) und rund 20 nach A 13 dotierte Stellen (ungefähr Euro 4.500,00 pro Kalendermonat)!

Das sollten sich die SteuerzahlerInnen mal klar machen, was man tun muss, um in der sog. freien Wirtschaft solche Gelder monatlich zu erhalten. Auch dieses Beispiel zeigt nochmals, wie chaotisierend der Innensenator seit gut zwei Jahren an der Spitze der Hamburger Innenbehörde agiert. Aber wir wiederholen uns...

Noch etwas: Die abgründigen Zustände in den Polizei Hamburg sind noch viel schlimmer als es bereits solche Einzelfakten illustrieren, aber weiterhin scheint das in dieser Stadt kaum jemanden zu interessieren. Auch die taz-hamburg hätte nicht auf die Vermarktung einer Schriftlichen Kleinen Anfrage der CDU HH warten brauchen, um auch bloß dieses Datum (endlich) zu verbreiten.

Thomas Wüppesahl, Bundessprecher