„Einen Theaterdolch als ´scharfes Schwert` auszugeben – der nächste Vollidiotentest“

Derzeit wird eine kleine laienhafte Initiative der Bundesjustizministerin, Christiane Lambrecht (SPD), wegen der Verbesserung von Bekämpfungsmaßnahmen zur boomenden Wirtschaftskriminalität gefeiert.

Wir Kritischen können mit wahrlich exzellentem fachlichem Beratungshintergründen und eigenen kompetenten Köpfen ganz sicher sagen, dass die vorgeschlagenen Neuerungen, die Frau Lambrecht als „scharfes Schwert“ bezeichnet, nichts anderes darstellen als es ein Theaterdolch ist. Die „White Collar Crime“ wird sich auf die Schenkel klopfen, einen Schampus öffnen und sich mit Trinksprüchen zuprosten wie: „Wie doof ist das denn?!“ – Wer damit wohl gemeint ist?

„White Collar Crime“ meint: Viele Wirtschaftskanzleien, bestimmte Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und Steuerberatungsgesellschaften, und – naturellement – auch die klassischen Mafiosis und weitere organisierte Kriminalitätszusammenhänge. Es ist so lächerlich!

Ins Einzelne zu steigen lohnt nicht. Alle Fachleute wissen, dass es so ist wie wir hier kund tun. – Diese Initiative ist eine ähnliche Showveranstaltung wie das erste Geldwäschegesetz in der BRD mit seiner Geltungskraft vom 1.1.1994 (Dr. Kohl war Bundeskanzler): Die Geldwäsche in der Bundesrepublik Deutschland ist seitdem geradezu explodiert und konnte sich ungestört weiter entwickeln. Es brummt bei uns von solchen Investments.

Auch hier handelt es sich um ein außerordentliches Politikversagen. Wie in so vielen anderen Politikfeldern: Landwirtschaft, mit der Verseuchung unserer ehedem exzellenten Grundwasserqualität, Klima, Bundeswehr, Armut und die Ungerechtigkeiten zwischen Vermögenden und prekären Bevölkerungsgruppen, die Vergiftung unserer Lebensgrundlagen mit Plastik, der Abbau der Bürger- und Freiheitsrechte und so weiter.
Und dies alles nur, weil der Lobbyismus die jeweils verantwortlichen PolitikerInnen fest im Griff hat.

Interessant ist in diesem Zusammenhang das Interview mit dem neuen leit. Oberstaatsanwalt in Hamburg, Ralf Peter Anders, der sich zu den „Kräfteverhältnissen Wirtschaft und Strafverfolgung“ äußert:

Selbst der wirtschaftsfreundlichen Welt fällt da etwas auf…. (Lektüre lohnt sich….)

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